TMNT: Sewer Heros - Super Mike
Kritiken - Playmates Toys
Geschrieben von: Johannes Limbrunner   
Freitag, den 24. Februar 2012 um 20:54 Uhr

Hier könnte eine Schildkröte stehen... Hier könnte eine Schildkröte stehen...

 

SO SIEHT'S AUS:

Hier könnte ein T stehen...Als ich noch ein Kind war, damals in den 90ern – im Prinzip noch gar nicht so lange her – gab es einige Actionfiguren-Lines, die besonders angesagt waren – jedenfalls in meinem Umfeld, ich will hier jetzt gar keinen allgemeinen Bestand für diese Aussage aussprechen. Das waren die Power Rangers von Bandai, Transformers von Hasbro, Street Sharks von Mattell und die Teenage Mutant Ninja Turtles von Playmates Toys. Selbstverfreilich gab es da auch noch andere Reihen, an die ich mich mit Vergnügen zurückerinnere, zum Beispiel Fahrradmäuse vom Mars (Biker Mice from Mars) – hach, herrlich. Angesagt waren die in meinem Bekanntenkreis allerdings nur bei mir. Schade eigentlich. Street Sharks waren da beliebter. Ich persönlich fuhr damals außerdem total auf Masters of the Universe ab – ich hatte sie fast alle. Turtles hatte ich jedoch als Kind eher wenige – und das bei einer damals riesigen Actionfiguren-Sammlung –, allerdings nicht, weil ich die Turtles nicht mochte. Nein, ganz im Gegenteil – ich fand die turtoisen Mutantenninjas ja mal richtig knorke und sie waren auch ein Grund, warum ich meinen damals besten Freund insgeheim ein wenig beneidete. Denn während ich eine äußerst umfangreiche MOTU-Sammlung hatte, hatte mein Freund eine schier unglaubliche Menge an Turtles. Dagegen sah meine Handvoll aus wie ein mickriger Haufen. Davon abgesehen war ich ziemlich Turtles versessen. Ich hatte Comics, ich hatte Figuren – ein paar, immerhin – ich habe die Serien und die Filme geschaut und ich habe so getan als hätte ich nur drei Finger und einen Rückenpanzer. Aber, wer hat das nicht?

Und nun, heute, fast 20 Jahre später, hat – nachdem schon NECA einen kleinen Ausflug in die Kanalisation wagte – die Firma, die uns damals mit all dem schönen Schildkrötenspielzeug versorgte, angekündigt, wieder fett in die Pizza-Lieferei einzusteigen und uns mit neuen Teenage Mutant Ninja Turtles zu beglücken. Auf der diesjährigen Toyfare – 2012, that is – wurden bereits die ersten Exemplare präsentiert, die schließlich gegen Mitte/Ende des Jahres – auch 2012, that is – endlich erscheinen sollen. Ein Grund zum Feiern, also. Und auch ein Grund mal einen Blick zurückzuwerfen, so richtig schön in Nostalgie zu schwelgen und ein bisschen was der alten Turtles-Figuren zu besprechen.

Ausgesucht habe ich mir dafür meinen damaligen – und im Prinzip auch heute noch – Lieblingsturtle. Nein, damit meine ich nicht den Charakter an sich, ich meine vielmehr die Figur selbst. Super Mike. Thema der Sewer Heroes-Reihe waren – wer hätt’s gedacht – Superhelden.


He flies thorough the air and leaps over the ground - he's Super Mike, and he's out for justice. Rhinoman and Mighty Bebop don't stand a chance against this steely sewer hero or his patriotic parrot pal, Crackers. We're talkin' a totally super guy here: he's bullet-proof, flame-proof, has perfect x-ray vision (up to 300 miles) and he's water resistant (up to 100 feet)! And with the help of the lambastin' laser blaster and super star shield, Super Mike uses all his super powers to foil the evil plans of any world-dominating dunderheads who dare to tick him off. So sleep well, boys and girls - cuz Super Mike is on the job, facing evil at every turn and fightin' tooth and shell for truth, justice and a super slice of pizza.


So viel zur Bio unseres Superhelden. Was sagt sein Aussehen? Jup, absolut – Superheld. Wir haben alles was ein richtiges Superheldenkostüm so ausmacht. Hautenges Spandex, Unterhose über der Hose, fesche Stiefel und ein Cape. Ja, was will man mehr. Das Kostüm orientiert sich dabei – offensichtlich – an der blau/roten Arbeitskluft des Mannes aus Stahl, Superman. Schön ist hierbei, dass man auch an das Orange Micheangelos dachte und die Knie- und Ellbogenschoner in Orange beließ und lediglich durch Sterne ein wenig anpasste. Das Orange fügt sich dabei schön in die restliche Farbgestaltung ein, setzt jedoch auch feine Akzente. Ein Superheldenlogo darf natürlich nicht fehlen, deshalb gibt’s das T in Panzeroptik und auf dem Gürtel ein M – damit man auch ja nicht vergisst, dass es sich um Micheangelo handelt, nech.

Hier könnte eine Schildkröte stehen...Das Cape ist aus weichem PVC und flattert zwar nicht im Wind wie die Bänder seiner Maske, aber hey, das ist kein Verbrechen – selbst heute denken viele Skulpteure nicht an solche Kleinigkeiten und wir reden hier immerhin von Spielzeug aus den 90ern. Außerdem ist das Cape auch so totschick. Die Maske ist nicht einfach nur aufgeklebt, sondern voll modelliert und setzt sich somit schön ab. Das Gesicht ist im Prinzip Standard, aber auch das muss nichts Schlimmes heißen, schließlich Hier könnte eine Schildkrötenhand stehen...sind es Turtles und die sehen nun mal aus, wie sie aussehen. Auch die Flügel an den Füßen sind ordentlich verarbeitet und sogar die Gürtelschlaufen sind modelliert. Saubere Arbeit kann man da eigentlich bloß sagen.

Gegossen wurde Super Mike in blauem Plastik. Praktischerweise, da Blau den Großteil der Farbe ausmacht. An manchen Stellen ist die Farbe ein wenig ab – was ich allerdings nicht Playmates in die Schuhe schiebe. Das kommt einfach davon, dass die Figur nicht mehr mint ist und durchaus exzessiv bespielt wurde. Dennoch ist die Bemalung nicht das ganz große Glanzstück an dieser ansonsten makellosen Figur. Hier und da wurde mit der Farbe ganz schön gekleckert oder geschlurrt, aber das gibt’s leider immer mal wieder – mein Exemplar der kürzlich erschienen Femme Fatales hat sogar ‘n farbigen Fingerabdruck auf’m Cape, hmpf.

Artikulationstechnisch ist Super Mike auch eher durchschnittlich bestückt – aber, ich wiederhole, die Figur ist aus den 90ern und NECA und McFarlane haben selbst heute teilweise unbeweglichere Figuren. An den Armen bewegt sich Super Mike jeweils an den Schultern, am Ellbogen bzw. kurz darunter. Der Torso lässt sich drehen und die Beine jeweils an der Hüfte bewegen.

In diesem Sinne: „Cowabunga!“

 

FAZIT:

Ich für meinen Teil freue mich riesig auf die kommende neue Turtles-Reihe von Playmates. Die Turtles haben mir schon immer Spaß gemacht und mein Trip für diese Kritik in die nostalgisch gefärbte Vergangenheit hat mir das einmal mehr klar gemacht. Klar, gerade für heutige Verhältnisse sind die 90er Turtles von Playmates unterartikuliert, aber die Modellierung ist durchaus nicht zu verachten. Gerade Super Mike und die anderen Sewer Heros sind außerdem ein gutes Beispiel dafür, dass Playmates nicht einfach immer wieder die gleichen Figuren neu aufgelegt hat um die nächste Welle Kohle in ihre Geldsäcke zu spülen, sondern sich wirklich Gedanken machten, was mal was anderes und unterhaltsam sein könnte. Mit den Sewer Heros ist ihnen das eindeutig gelungen. So, und jetzt brauch ich erstmal ’ne Pizza.

 

BEWERTUNG:

Hier könnte eine Schildkrötenbewertung stehen...

 

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